Ortner & Ortner Baukunst, Berlin


Sechs 14-geschossige Hochhäuser markieren im Entwurf, der einen 2. Preis erhalten hat, als „Gipfel“ das überplante Gebiet vis-à-vis der Altstadt. Dagegen ist der Bahnhofsneubau, aus zwei Gebäuden beidseits der Gleise bestehend, stark zurückgenommen. Entlang der Bahnanlagen entstehen in linearer Aufreihung Bauten im großen Maßstab. Die darin eingeordnete Bahnhofs als „Glashalle“ an einem rechteckigen Bahnhofsplatz liegend, will sich dagegen nicht unangemessen hervortun.

Das Bauwerk mit lediglich einem oberirdischen Geschoss ist der elegante Brückenkopf zum Dichterviertel und hat dort ein kleineres Pendant. Erreichbar ist der Bahnhof sowohl durch eine oberirdische Querung der Friedrich-Ebertstraße als auch durch eine komfortable Ladenpassage auf Ebene -1, die in der Verlängerung ins westliche Dichterviertel führt und die Bahnsteige miteinander verbindet. Der Weg in dieser Passage führt — entlang von attraktiven Handelszonen und gastronomischen Angeboten — durch eine von Tageslicht belebte Welt.

Im Dienstleitungszentrum Nord sind Büroflächen und Räume für eine Hochschulnutzung untergebracht. Im ehemaligen „Postbahnhof“ könnten eine Bibliothek und eine Mensa eingerichtet werden. Er rahmt zugleich den zentralen Platz im „Theaterviertel“, der sich bis zum Theater spannt. Eine Mischung aus Townhäusern und Loftwohnungen mit Gewerbeflächen prägt dieses neue Stadtquartier. Die Innenhöfe der Wohnbereiche sind begrünt, die Straßenräume durch Baumreihen akzentuiert.

Der Omnibusbahnhof wird durch eine Bebauung mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten überspannt. Bestandteil dieses „Dienstleistungszentrums Süd“ sind ein Büroturm, Verwaltungsbereiche und ein medizinisches Zentrum. Die Schillerrampe im Südwesten wird kompakt bebaut mit dem Ziel einer urbanen Mischung aus Büro-, Wohn- und Einzelhandelsflächen. Dieser dichten Bauform steht der Naturraum der „Großen und Kleinen Blau“ gegenüber, deren Wasserläufe naturnah ausgebaut und deren Ufer mit Sitzterrassen und Promenaden versehen werden.

Würdigungen des Preisgerichts:
Die Verfasser formulieren einen großzügigen, präzise definierten rechteckigen Bahnhofsplatz an dessen westlicher Platzkante sich das neue Bahnhofsgebäude zurückhaltend einfügt. Hochhäuser versuchen über das ganze Planungsareal bestimmte städtebauliche Situation zu akzentuieren. Zwei Hochhäuser, jeweils am südlichen (Überbauung ZOB) und nördlichen Dienstleistungszentrum begrenzen und markieren nachvollziehbar das weitläufige Bahnhofsareal - interessant sowohl für Bahnfahrer als auch aus der Perspektive des Autofahrers und Fußgängers. ... Insgesamt handelt es sich um eine klar strukturierte Arbeit mit hoher stadträumlicher Qualität.

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Berechnungsplan Lageplan 1:1000


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